Ich wünsche euch einen tollen Jahreswechsel…

Theodor Fontane

Heute vor 190 Jahren, am 30.Dezember 1819, wurde Henri Théodore Fontane in Neuruppin geboren.

So und nicht anders.

Die Menschen kümmerten mich nicht viel,
Eigen war mein Weg und Ziel.

Ich mied den Markt, ich mied den Schwarm,
Andre sind reich, ich bin arm.

Andre regierten (regieren noch),
Ich stand unten und ging durch’s Joch.

Entsagen und lächeln bei Demüthigungen,
Das ist die Kunst, die mir gelungen.

Und doch, wär’s in die Wahl mir gegeben,
Ich führte noch einmal dasselbe Leben.

Und sollt‘ ich noch einmal die Tage beginnen,
Ich würde denselben Faden spinnen.

(Theodor Fontane)

Peter hat sich den Weihnachtsbaum einmal genauer angesehen…

Dieses Foto hat Peter am Montag um 22:23 Uhr aufgenommen.

Der Mond zieht durch die Wolken,
Er kommt so hell heran.
Ihr Kinder, eilt ins Freie!
O seht den Mond euch an!

Da streckt das kleinste Knäbchen
Die Arm’ hinaus gar weit,
Den Mond, den Mond will’s haben,
Nach ihm es weint und schreit.

Ich kann ihn dir nicht geben,
Auch wenn du größer bist,
Kann ich kein Glück dir geben,
Das nicht auf Erden ist. –

Denk’ bei dem goldnen Monde,
Der hoch am Himmel schwebt,
Dass Niemand hier auf Erden
Unmögliches erstrebt.

(Hoffmann von Fallersleben)


Rainer Maria Rilke

Heute ist der 83. Todestag von Rainer Maria Rilke. Rilke ist am 29. Dezember  1926 im Sanatorium Valmont bei Montreux an Leukämie verstorben.

Grabinschrift auf eigenen Wunsch:

Rose, oh reiner Widerspruch, Lust,
Niemandes Schlaf zu sein unter soviel
Lidern.

„Bunt ist meine Lieblingsfarbe.“

(Walter Gropius)



Wer sich immer schon einmal gefragt hat, wie King Julien wohl im wirklichen Leben aussehen würde, hat dank Youtube nun die Chance, einen echten Lemuren zu sehen. Zwar sind Lemuren keine Haustiere, aber niedlich sind sie doch!!!

Hinweis: Das ist nicht mein Lemur!

Stadtbummel am Sonntag nach Weihnachten…

Unseres ganzen Wohlstands Quellen
siehst du alle hell und klar
Übersichtlich in Tabellen
Jahr für Jahr und bis aufs Haar.

Hier zehn Schafe mehr geschoren
dort ein neues Lagerbier
dort drei Ochsen mehr geboren
und ein Drittel Seele hier.

Welch ein Wachstum zum Entzücken !
Lauter höhere Kultur !
Lauter Streben zum Beglücken !
Und wir sind das Glückskind nur.

(Hoffmann von Fallersleben)

Engel umschweben uns,
Wo wir auch gehn,
Engel umgeben uns,
Wie wir uns drehn.

Doch wir erkennen sie
Nicht in dem Licht,
Und zu benennen sie
Wissen wir nicht.

Selber zu blenden uns
Scheinet der Glanz,
Wir von ihm wenden uns
Halb oder ganz.

Aber nun haben wir
Engel ein Paar,
Denen ja gaben wir
Namen fürwahr.

Und nicht vergaßen wir:
Wirklich einmal
Selber besaßen wir
Leiblich den Stral.

Sollten wir wenden uns
Ab von dem Glanz?
Sollten verblenden uns
Halb oder ganz?

Nein! wir erkennen euch
Freudig im Licht,
Und zu benennen euch
Zweifeln wir nicht.

Lächelnd ihr gebet uns
Wohl zu verstehn,
Daß ihr umschwebet uns,
Wo wir auch gehn.

(Friedrich Rückert)

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